Impressum

OV-Frequenzen:
145,525 MHz, 77 Hz

DMØZHS-L
Isen
145,2375 MHz
Echolink # 249774

Alle FM-Relais
auf 439,4125 MHz:

DBØED 67 Hz
Obermailling
Echolink # 807790

DBØRX 100 Hz
Riexing

DBØEZ 77 Hz
Erding

Nähere Infos

Letzte Änderung:
18. Oktober 2017

geizhals

 

Funkverbindungen von und zum Ortsverband Erding

Bedingt durch die relativ große Fläche des OV-Gebietes und teilweise hügeliges Gelände können viele OV-Mitglieder nicht ohne weiteres per Funk miteinander in Verbindung treten. Um diese Schwierigkeiten möglichst zu verringern nutzen wir im VHF-Bereich eine QRG als OV-Frequenz und eine Echolink-Station (Simplex-Link). Im UHF-Bereich werden derzeit drei FM-Umsetzer betrieben, davon ist einer auch als Echolink-Repeater (Duplex) nutzbar. Hier die Hinweise für die jeweiligen Frequenzen:

2m-OV-Frequenz auf 145, 525 MHz in FM. Empfohlen wird ein CTCSS von 77 Hz.

In Isen betreibt Lothar, DK8LRF, die Echolinkstation DMØZHS-L auf 145,2375 MHz (Simplex). Link zur Beschreibung von DK8LRF.

Auf der Ausgabefrequenz 439,4125 MHz werden die drei FM-Umsetzer DBØED, DBØRX und DBØEZ von Peter, DL3NCU, betrieben. Link zur Beschreibung von DL3NCU.

Echolinkstation DMØZHS-L
145,2375 MHz, Node-Nr. 249774

Lizenzierte Funkamateure können "Echolink" dazu benutzen, um mit einem Funkgerät mit geringer Leistung oder auch von einem PC aus über das Internet Verbindung zu anderen Funkamateuren in aller Welt aufzunehmen. Bei einer Verbindung von PC zu PC ist es erforderlich, dass beide Stationen die gleiche Software benutzen. Echolink erweitert den Bereich und den Nutzen einer mobilen oder portablen Station erheblich. Voraussetzung ist lediglich ein Funkgerät mit DTMF-Tasten oder ein DTMF-Geber (z.B. Fax-Fernabfrage) sowie eine Funkverbindung zu einem Echolink-Node (Simplex-Linkstation) oder einem Echolink-Repeater (Duplex). Durch Eingabe der Node-Nummer einer bestimmten Linkstation bzw. eines Repeaters mittels der DTMF-Töne kann man auf 2 m bzw. 70 cm QSO's mit Funkamateuren in allen Erdteilen führen. Komplettlisten aller Stationen sind z. B. auf der Homepage des DARC oder beim Sysop (Rainer/DF2NU) des Echolink-Repeaters DB0EL auf dem Olympiaturm in München zu finden.
Will man vom PC mit Internetanschluss aus Echolink betreiben, so muss man sich zuerst registrieren lassen (Info hierzu unter den angegebenen Internetadressen). Mit der Validierung erhält man dann auch eine eigene Node-Nummer. Selbstverständlich kann man auch vom Smart- oder IPhone aus Echolink betreiben. Ausführliche Informationen über Echolink sowie Download der Software sind u.a. über folgende Links zu finden:

www.satszene.ch/hb9dww/echolink/portal.htm
www.df2nu.de

DK8LRF-EL-020

Der Sysop Lothar, DK8LRF, an der Echolinkstation

Die Station in Isen bietet so z.B. die Möglichkeit, auch bei schlechten Ausbreitungsbedingungen aus dem Urlaubsort mit Funkfreunden in der Heimat Kontakt in UKW-Qualität aufzunehmen, egal ob man sich in Italien, in Alaska oder in Neuseeland befindet. Man sollte hierzu jedoch einen Urlaubsort wählen, von dem aus eine Echolink-Linkstation oder ein Echolink-Repeater erreichbar ist, bzw. wo man einen Internetanschluss vorfindet, falls man vom PC (Laptop) aus Verbindung aufnehmen will. Wir wünschen allen Echolink-Freunden viel Spaß und viele interessante Verbindungen.
73 de Lothar / DK8LRF

Rufzeichen:
Frequenz:
Node-Nr.:
QTH:

QRV:
Sysop:

DMØZHS-L
145,2375  MHz
249774
84424 Isen, JN68AF
48°12’19” N, 12°03’05” E
24 Stunden
Lothar Fröhlich, DK8LRF

Ausstattung:
Tx:            Kenwood TM-V71 E
Leistung:   12 Watt
Antenne:    Diamond X 510

Informationen zu DB0ED und dem „Relaiscluster“

Detaillierte Beschreibung und Hintergründe

Einführung

Motiviert vom Gedanken des Notfunks war die Überlegung, den Landkreis Erding mit einer Relaisstation soweit zu versorgen, dass in einem solchen Fall die Funkamateure ihre per Gesetz vorgeschriebene Unterstützung bei der Kommunikation auch tatsächlich umsetzen können. Die Topografie im Landkreis Erding ist funktechnisch betrachtet schwierig. Im Westen eher flach, im Osten eher hügelig, jedoch ohne einen herausragenden Berg, der sich für eine Relaisstation eignen würde, die alles abdecken könnte. Damit war klar, dass mehrere Relaisstationen erforderlich sein würden. Ein Gleichwellensystem von Relaisfunkstellen erschien zu aufwendig. Es musste eine einfachere Lösung her, um eine gute Abdeckung auch mit Fahrzeuggeräten und Handfunkgeräten  zu bekommen, die für Teilbereiche des Landkreises oder sogar spezielle Orte optimiert ist. Nachdem Relaisfrequenzen aber knapp sind, konnte nur eine Teilung (modern „Sharing“) einer einzigen Relaisfrequenz eine Lösung sein. Somit muss also der Benutzer durch ein Kriterium entscheiden, welche der Relaisstationen er gerade nutzen möchte. Die Wahl fiel auf das CTCSS-System, was bei vielen Geräten neuerer Bauart von Haus aus vorhanden ist. Zudem war klar, dass alle Relaisstationen netzunabhängig funktionieren müssten, also mit Solar- und/oder Windenergie. Aus diesen Überlegungen entstand der Gedanke einer Relaisansammlung, neudeutsch „Relaiscluster“ aus DB0ED, DB0RX und DB0EZ auf 439,4125 MHz, – 7,6 MHz Ablage mit CTCSS Auswahl. Des Weiteren sollte ein APRS-Digipeater auf 144,800MHz realisiert werden und ein Packet-Radio-Digipeater (leider nur simplex 438.100 MHz, 1k2), der -nachdem das Packet Radio Netz praktisch tot ist- zweckentfremdet benutzt werden soll im Conversmode, um sowas ähnliches wie bei den heute so gefragten Messengerdiensten alla Whatsapp oder Threema im Notfunk abzubilden. Über die Conversgruppen kann man Informationen an eine größere Zahl von Personen verteilen, die gesichert, also mit Bestätigung verschickt werden. Es ist dann ähnlich einer Whatsapp-Gruppe. Es wurde hier zunächst 1200Bd gewählt weil es sich mit nahezu jedem Funkgerät realisieren lässt.

DB0ED und seine Geschwister

DB0ED (439,4125 MHz) ist als Master des „Relaisclusters“ zu bezeichnen. Dieses Relais mit Standort Obermailling (524 m NN), also zentral im Landkreis, unterscheidet sich durch seine Anbindung an Echolink (Echolink Node-Nr. 807790.) und durch die Möglichkeit, es alternativ auch mit 1750 Hz Rufton aufzutasten, von den anderen Relais. CTCSS 67 Hz ist ebenfalls möglich und unbedingt zu empfehlen. Außerdem hat es die maximal mögliche ERP von 15 W aus Motorola CM340-Funkgeräten über eine X200 von Diamond. Zunächst 150 W Solarmodulleistung und eine 280 Ah-Solarbatterie dienen als Energieversorgung. Erweiterungsmöglichkeiten (Solar, Wind) sind noch vorhanden.  Alle anderen Relais sind Kleinrelais (Leistung kleiner 2 W) und nutzen ausschließlich den CTCSS-Ton, d.h. ohne CTCSS lassen sie sich nicht nutzen.
DB0RX (439,4125 MHz) befindet sich beim Wasserhochbehälter nähe Riexing auf rund 520 m NN. CTCSS ist 100 HZ, als Funktechnik kommen chinesische BF888s zum Zug. Steuerung mit SVXlink und Raspberry Pi 3b-Kleincomputer. Die Antenne ist eine X50 auf 4m Mast. Ein 50 W Solarmodul versorgt über einen 70 Ah-Akku die Technik. Nach bisherigem Test ist das Relais sehr gut für den Westen des Landkreises geeignet
DB0EZ (439,4125 MHz) (Erding Zentrum) in der Hans-Schmidmayer-Straße in Erding - meinem Heimat-QTH - nutzt ebenfalls Baofeng BF888s mit 2 W Sendeleistung an einer X200 Antenne. CTCSS ist hier 77 Hz. 100 W Solarmodul und 100 Ah Akku stellen die Stromversorgung sicher. Die Relaissteuerung ist von Microsat. Das Versorgungsgebiet ist das Stadtgebiet Erding, auch mit Handfunkgeräten. Alle Relais haben beim Rogerpiep und soweit vorhanden bei der CW-Kennung unterschiedliche Tonhöhen so dass man bereits daran -mit etwas Übung- erkennen kann welches Relais sich dahinter verbirgt.

Betriebstechnik

Es wird dringend empfohlen die 3 Relais auf drei benachbarte Speicherplätze einzuprogrammieren, evtl. soweit es die Geräte zulassen sogar mit Relaisnamen. So ist ein schnelles Umschalten zwischen den unterschiedlichen CTCSS-Frequenzen möglich, die sonst meist nur umständlich im Menü erreichbar sind. Möchte man einen bestimmten Funkfreund in einer bestimmten Region im Landkreis erreichen, kann man das Relais benutzen was dort am besten funktioniert. Auch kann man da auf bestimmte Gegebenheiten wie „nur Zimmerantenne“ oder „Handfunkgerät“ gewissermaßen Rücksicht nehmen. Alle Relais senden den CTCSS 67Hz auf der Ausgabe mit und sind weitestgehend gegenseitig verriegelt, so dass immer nur eines aktiv sein sollte. Die Abfallzeiten sind bewusst kurz gehalten. Bei Gesprächsrunden mit mehreren Teilnehmern kann auch ein Betrieb von unterschiedlichen Relais innerhalb des QSOs mal sinnvoll sein. Für den Notfunkbetrieb wäre es denkbar, von einer zentralen Stelle (z.B. Landratsamt) idealerweise alle Relais zu erreichen und darüber weiter entfernte Ortschaften des Landkreises, in denen temporär Amateurfunktechnik aufgebaut wurde. Natürlich hat das System auch Schwächen: So kann man z.B. ein Relais nicht aktivieren, wenn ein anderes, vom Benutzer vielleicht nicht zu empfangendes Relais bereits aktiv ist. Auch wird der Speicherplatzwahlknopf öfter benötigt. Die Zukunft wird zeigen, was letztlich überwiegt, Vor – oder Nachteile. Deswegen ist das Ganze auch als Versuch zu sehen. Experimentalfunk, so wie es der Amateurfunk ja sein will

Kurzzusammenfassung:

DB0ED (Obermailling, zwischen Erding und Dorfen):
FM-Relais 439,4125 MHz, – 7,6 MHz Ablage, nutzbar mit CTCSS 67 Hz und notfalls mit 1750 Hz. Arbeitet trägergesteuert, d.h. wenn geöffnet ist es egal ob und welche CTCSS mitgeschickt werden. Vorsicht: Das kann zur Verwirrung führen! Aus dem Gesamtkonzept heraus ist Auftasten nach dem Abfallen „nur per Träger“ NICHT möglich, d.h. Nutzer ohne CTCSS müssen die Sprechtaste drücken solange Relais geöffnet. Es wird deshalb wenn irgend möglich die Nutzung von CTCSS empfohlen!!! Die Ruftonlösung ist nur da, um niemanden auszuschließen, passt aber eigentlich nicht ins Gesamtkonzept. Echolinkanbindung Node-Nr. 807790.
APRS-Digi 144,800 MHz für Standortübertragung, Infos etc. Daten können z.B. auf APRS.fi im Internet verfolgt werden
Packet-Radio-Digi 438,100 MHz, 1k2 als Messenger-Ersatz im Notfunkbetrieb, keine Links, nur regional

DB0RX (Riexing, bei Niederneuching):
FM-Relais 439,4125 MHz,
– 7,6 MHz Ablage, ausschließlich mit CTCSS 100 Hz nutzbar. Signale ohne CTCSS werden ignoriert.

DB0EZ (Erding Ost):
FM-Relais 439,4125 MHz,
– 7,6 MHz Ablage, ausschließlich mit CTCSS 77 Hz nutzbar. Signale ohne CTCSS werden ignoriert.

Die Relais sind eigentlich gegeneinander verriegelt. Sollte es zu Unregelmäßigkeiten oder Durcheinander bei den Relais kommen, so sollte nach etwa 5 Sekunden Ruhe alles wieder auf Normalzustand zurückfallen. Wem das alles zu kompliziert ist, der kann einfach DB0ED als normales FM-Relais nutzen und den Rest unbeachtet lassen.

Erfahrungsberichte willkommen, z.B. an dl3ncudl@gmail.com !

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Peter, DL3NCU